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Das Vorstellungsgespräch: Die Inhalte

Im Vorstellungsgespräch möchte der Personaler herausfinden, was für eine Art Kollege Sie sind bzw. sein könnten. Insbesondere möchte er sich also von Ihnen einen Vor-Ort-Eindruck verschaffen, der über den ersten Eindruck hinausgeht, den er aus Ihrer Bewerbung ja schon gewonnen hat.

Der Gesprächsverlauf besteht üblicherweise aus sieben Etappen:

  1. Aufwärmphase/Small Talk
  2. Selbstbeschreibung Ihrer Person/kurze (!) Schilderung Ihres Werdegangs
  3. Erfragen Ihrer Wechselmotivation ("Was bewegt Sie, zu uns zu kommen?")
  4. Fragen zur Passung auf die vakante Position ("Welche Erfahrungen haben Sie im Bereich ... ?" / "Über welche Kenntnisse verfügen Sie im Bereich XY?")
  5. "Welche Fragen haben Sie noch an uns/das Unternehmen?"
  6. Gehaltsrahmen
  7. Dank und Verabschiedung

Und aussehen kann dies dann so:

  1. Aufwärmphase: Am Anfang steht fast immer etwas Smalltalk. "Wie haben Sie hergefunden?" "Die A3 ist freitags meist komplett dicht." "Oliver Kahn gibt heute ja sein Abschiedsspiel, da kam man kaum durch. Sind Sie Bayern-Fan?" Dies dient dazu, Sie etwas lockerer zu stimmen; dennoch ist diese Phase außerst entscheidend: Der Mensch bildet sich im Normalfall in nur 150 Millisekunden, längstens aber in 90 Sekunden, ein erstes Urteil von seinem Gegenüber, so wollen Hirnforscher herausgefunden haben (vgl. "Ihr äußeres Erscheinungsbild").
  2. Als Einstieg in das wirkliche Vorstellungsgespräch lässt man Sie etwas von sich und Ihrem bisherigen Werdegang erzählen: "Erzählen Sie uns etwas über sich!"
  3. Es wird nachgehakt: Warum möchten Sie sich beruflich verändern?* Was waren die Gründe für Ihre Studien- bzw. Berufswahl? Wo gab es mal besondere Erfolge zu vermelden, die auf Ihr Tun zurückzuführen waren, wo hat es mal gehakt? Welche Erfahrungen konnten Sie im Bereich XY sammeln, war diese Tätigkeit eher international geprägt oder nicht? Was sind Ihre Stärken? Und was Ihre Schwächen? Was sagen andere über Sie?
  4. Dann geht es um die Position: Was wissen Sie über unser Unternehmen? Warum halten Sie sich für den Richtigen? Was erwarten Sie von uns? Wie schätzen Sie die Zukunft der Branche ein? Wie lange wollen Sie in unserem Unternehmen bleiben? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Warum sollten wir uns gerade für Sie entscheiden? In welchen Situationen haben Sie bisher am meisten gelernt und was? Welche Aufgabenschwerpunkte erwarten Sie in der neuen Aufgabenstellung? Sehen Sie sich als XY auch als Berater der Geschäftsführung?
  5. Sofern dies noch nicht Gegenstand der Bewerbung selbst war, wird auch die Frage nach dem Gehaltswunsch am Ende auftauchen
  6. Und auch auf diese Frage sollten Sie vorbereitet sein: "Welche Fragen haben Sie denn an uns?"
  7. Abschließend sendet Ihr Gesprächspartner ein Signal (bspw. ein Nicken und ein "Ja, prima"), dankt Ihnen für Ihre geopferte Zeit (erwidern Sie diesen Dank!) und begleitet Sie zur Tür. Händeschütteln. Danach dürfen Sie meist ein Weilchen auf ein Feedback warten.

Weitere denkbare Fragen könnten sein:

  • "Wie stellen Sie sich Ihre neue Stelle/Tätigkeit vor?"
  • "Welche Anforderungen haben Sie an Ihre Arbeit/an Ihre Kollegen/an Ihre Vorgesetzten?"
  • "Wie reagieren Sie generell auf Autoritäten?"
  • "Sie schreiben in Ihrem Anschreiben, Sie seien besonders belastbar/teamfähig/flexibel. Was verstehen Sie darunter?"
  • "Nennen Sie einmal ein paar Dinge, die Sie auf die Palme bringen!"
  • "Wie reagieren Sie unter Stress / Wie gehen Sie mit Kritik/Konfliktsituationen um?"
  • "Was waren bisher Ihre größten Erfolge bzw. Misserfolge, und wie sind Sie damit umgegangen?"
  • "Was für ein Arbeitsumfeld benötigen Sie?"
  • "Welche Dinge sollten sich bei einem Wechsel des Arbeitgebers auf jeden Fall ändern?"
  • "Wann ist Teamarbeit für Sie effizient? Welche Rolle nehmen Sie in einem Team ein?"
  • "Nennen Sie einmal eine wirklich große Herausforderung! Wie sind Sie diese angegangen?"

*Beispiel für einen schlechten Gesprächsverlauf: Auf die Frage, weshalb Sie sich beruflich verändern möchten, antworten Sie mit ein paar negativen Anekdoten aus Ihrem jetzigen Alltag ("nerviger Chef", "schlechtes Betriebsklima" etc.) und verweisen auf die stagnierende Entlohnung. Gehaltssprünge könne man ja heutzutage nur noch durch Job-Wechsel machen.

*Beispiel für einen guten Gesprächsverlauf: Auf die Frage, weshalb Sie sich beruflich verändern möchten, antworten Sie, dass Ihnen die Aufgabe inhaltlich nichts Neues mehr bietet und Ihre Versuche, im Bereich Vertrieb strategischer tätig zu werden, an Grenzen stoßen. Außerdem sei Ihnen die Firma, bei der Sie sich nun bewerben, seit Längerem durch ihre erfolgreiche Vertriebsstrategie aufgefallen.
Vorteil: Sie begründen positiv statt negativ und aus der Logik des nächsten Karriereschritts heraus. Sie wollen gestalten, daher wollen Sie in diese Position wechseln. Nicht: Die andere Firma (die den Personaler nicht interessiert) ist schlecht, sondern: "Ihre Firma reizt mich, weil ..."!




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