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Über Headhunter/Personalberater bewerben?

Eines der häufigsten Missverständnisse ist, dass Personalberater Personal beraten. Üblicherweise sind es aber Unternehmen, die beraten werden, wenn diese qualifiziertes Personal suchen. Für Kandidaten können Personalvermittler/Personaldisponenten in der Regel eher etwas tun, weniger die Personalberater/Headhunter. Dennoch erschließen Sie sich möglicherweise eine Top-Position, wenn ein Headhunter Sie einfach und schnell finden kann, wenn er nach Kandidaten mit Ihren Qualifikationen gezielt sucht.

Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Man kann Sie schon jetzt leicht im Internet finden, bspw. über eine Suchmaschine wie
    www.executive-search-engine.com oder
  2. Sie übermitteln einer Personalberatung Ihren Lebenslauf für die dortige firmeneigene Datenbank.

Um Ihrer Karriere etwas auf die Sprünge zu helfen, kann es also sinnvoll sein, einer renommierten Personalberatung Ihren Lebenslauf arbeitssparend online zukommen zu lassen. Hierbei sollten Sie sich aber zunächst bitte informieren, für welche Art von Positionen, Branchen und Unternehmen der jeweilige "Headhunter" überhaupt Suchen durchführt. Sonst wandert Ihr Lebenslauf möglicherweise gleich in den Schredder. Bei künftigen Suchen der "Headhunter" erhöhen Sie so Ihre Chance, von diesen (wieder-) "entdeckt" zu werden. Der erste Weg führt über die Homepage des jeweiligen Personalberaters!

Was Personalberater schätzen:

  1. Sie spielen beim Erstkontakt mit offenen Karten (nachdem Sie sich vergewissert haben, dass Sie es mit einer seriösen Personalberatung zu tun haben) und geben kurz und prägnant Auskunft zu Gehalt (fix und variabel), Kündigungsfrist und Wechselmotivation.

  2. Sie sind stets gut per Handy zu erreichen (oder rufen zeitnah zurück) und schicken dem Personalberater umgehend einen Lebenslauf per Mail zu (vgl. Lebenslauf).

  3. Wenn Sie mehrere konkrete Angebote haben, weisen Sie den Personalberater rechtzeitig darauf hin.

  4. Zu Vorstellungs-/Präsentations-Terminen erscheinen Sie exzellent vorbereitet, haben sich ausführlich über das Unternehmen und die vakante Position informiert und können die richtigen Fragen stellen. Ausführlich heißt, dass Sie nicht nur die Stellen-Spezifikationen studiert und ein bisschen gegoogelt haben, sondern bspw. auch einmal den Geschäftsbericht intensiv studiert haben und nach aktuellen "heißen Themen" geforscht haben, die den Auftraggeber des Headhunters umtreiben könnten. Die Rolle, die die ausgeschriebene Position spielen soll, sollten Sie ausführlich reflektiert haben!

  5. Zur Präsentation erscheinen Sie überpünktlich und mit ausreichendem zeitlichen Puffer.


 

Was Personalberater nicht mögen:

(außerhalb der Selbstverständlichkeiten bezüglich gepflegtem Auftreten, Pünktlichkeit etc.)

  1. Sie sind nicht erreichbar. Ihre Handy-Mailbox ist ausgeschaltet, bei Anrufen auf Ihrer Privatnummer hebt niemand ab, und es ist dort auch kein Anrufbeantworter vorhanden. Sie antworten nicht auf E-Mails, und Ihr Telefon im Büro klingelt und klingelt, doch niemand hebt ab.

  2. Auf die Bitte nach Angabe Ihrer Kontaktdaten und einer Zeit, zu der man sich mit Ihnen über ein Suchprojekt unterhalten könne, schlagen Sie eine Zeit außerhalb der Geschäftszeiten vor ("Ab 20:00 Uhr abends kann ich ungestört telefonieren") - schön für Sie, aber auch ein Personalberater hat seine Geschäftszeiten - und seinen ebenso verdienten Feierabend.

  3. Sie nennen Ihr Gehalt nicht und bestehen auf einem vorherigen persönlichen Kennenlernen. Die Angaben zum Gehaltsniveau geben dem Personalberater einen wichtigen Hinweis, ob Kandidat und Position zueinander passen. Wenn Sie schon jetzt 100.000 EUR pro Jahr verdienen und die Stelle nur mit 85.000 EUR dotiert ist - warum sollten Sie sich dann zu einem Treffen verabreden? Andersherum: Wenn Sie "nur" 100.000 EUR verdienen und die Position mit 300.000 EUR veranschlagt wurde, kommen Sie auch nicht in Betracht - es wäre fair, dies gleich am Anfang geklärt zu wissen (und auch im Hinblick auf künftige Kontaktierungen)!

  4. Sie fragen zuerst nach dem Gehalt, um zu sehen, ob "es passt", geben vorher von sich nichts preis. Der Berater wird sich fragen, ob Sie zum ersten Mal mit einer Personalberatung zu tun haben, da diese Reaktion in höheren Führungsebenen eher unüblich ist. Außerdem bekommt er so den Eindruck, Sie seien primär durch Geld motiviert - und hielten Ihre Bezahlung möglicherweise für sehr niedrig.

  5. Sie sind nach positivem Erstkontakt nicht mehr mobil zu erreichen und rufen auch nicht zurück. Hierdurch bringen sie unter Umständen den Personalberater in Verlegenheit - er hat sich bei seinem Klienten für Sie stark gemacht und Sie als guten Kandidaten geschildert, den man persönlich kennenlernen sollte - jetzt geht es nicht weiter, und ein Präsentationstermin kann möglicherweise nicht fixiert werden. Dies lässt Sie in keinem guten Licht erscheinen.

  6. Sie fragen zweimal pro Woche telefonisch nach, ob es nicht noch andere Suchen gibt, auf die Sie passen könnten. So vermitteln Sie den Eindruck von Verzweiflung und werfen beim Personalberater die Frage auf, ob Sie der Richtige sind, wenn es darum geht, eine durchsetzungsstarke Führungspersönlichkeit zu vermitteln ("Wenn er bei mir dauernd nachfragt, fragt er auch bei anderen Personalberatern nach. Dort wollen Sie ihn anscheinend nicht, vielleicht gibt es ein Problem mit ihm").

  7. Absolutes Fehlverhalten: Sie sagen einen Präsentationstermin bei einem Klienten der Personalberatung kurzfristig ab oder erscheinen nicht. Auch wenn sich bei Ihnen zwischenzeitlich neue Umstände ergeben haben (attraktiveres paralleles Angebot, neue Bedenken zum Standort im Hinblick auf familiäre Verpflichtungen) - warum nutzen Sie nicht die Chance, einen interessanten potenziellen Arbeitgeber vor Ort kennenzulernen und brüskieren stattdessen den Headhunter?

Ab und zu stolpern Sie über dieses Problem: Eine zu besetzende Stelle ist auf der entsprechenden Firmenhomepage inseriert; parallel dazu sucht ein Personalberater für das Unternehmen. Sie merken dies zufällig. Nun stehen Sie vor der Frage, wo Sie sich beweben sollen: beim Unternehmen oder beim Berater. Die Antwort: Beim Personalberater! Meist bekommt dieser auch die Bewerbungen auf den Tisch, die an die Firma geschickt wurden, und darf dann eine Vor-Auswahl treffen. Die Firma schaut sich dann die Kandidaten an, die der Berater als passend bezeichnet hat. Er kann Sie vielleicht auch besser "verkaufen" als Sie sich selbst.

Ein weiterer Vorteil des Weges über den Berater: Er hat vielleicht auch andere Suchmandate, auf die Ihr Profil passt.




[Druckfassung]
 
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