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Das Anschreiben

Im Anschreiben beantworten Sie die Frage, weshalb Sie auf die ausgeschriebene Position passen. Das ist eigentlich das Einzige, das den Personaler interessiert. Die meisten Bewerber machen hier häufig den Fehler, ihren Lebenslauf noch einmal nachzuerzählen. Der Personaler interessiert sich aber nicht für Ihr Leben und seine Umwege, er sucht eine Antwort auf seine Frage, welcher Bewerber die gesuchten Kriterien der offenen Position am besten erfüllt.

Der Bewerber verwendet bei seiner Bewerbung am meisten Arbeit auf das Anschreiben. Allerdings werfen in der Realität die meisten Personaler nur einen schnellen, - dann aber genauen! - Blick darauf. Fehlen darf das Anschreiben nicht, es darf auch nicht schlampig oder lieblos formuliert sein.

Der von Bewerbungen überflutete Personaler wünscht vor allem drei Antworten:

  1. Warum passen gerade Sie gut zu diesem Unternehmen? (und nicht: Warum passt dieses Unternehmen gerade gut zu Ihnen)
  2. Warum gibt es dort gerade einen Bedarf für jemanden mit Ihren Fähigkeiten? (und nicht: Warum könnten Sie da schon irgendwie reinpassen)
  3. Warum wollen Sie wechseln? (im Sinne von: Was reizt Sie an dieser neuen Aufgabe, aber nicht: Was Ihnen an Ihrem alten Unternehmen nicht gefällt)

Diese Fragen proaktiv zu beantworten ist Ziel Ihres Bewerbungsschreibens. Dieses sollte immer genau auf einen Job und genau ein Unternehmen ausgerichtet sein! Klingt das Anschreiben nach Textbausteinen, signalisiert dies kein echtes Interesse am Unternehmen XYZ, sondern nur Ihren Wunsch, Geld zu verdienen.

Beginnen Sie ein Anschreiben niemals mit "Sehr geehrte Damen und Herren". Dies ist ein typisches Merkmal einer so genannten Blindbewerbung (Massenbewerbung an alle möglichen Unternehmen, in der Hoffnung, irgendwann werde schon einmal etwas dabeisein).

Tipp: Ermitteln Sie zunächst den für Sie relevanten Ansprechpartner. Bei nicht ausgeschriebenen Stellen ist dies nicht der Personalchef, sondern die Person, in deren Bereich Sie arbeiten möchten. Ansprechpartner im Personalbereich finden Sie in der Regel über die Firmenhomepage, ansonsten fragen Sie telefonisch nach dem richtigen Adressaten.

Bei der telefonischen Kontaktaufnahme sollten Sie gut über das Unternehmen und seinen Markt informiert sein.

Beispiel: "Guten Tag, mein Name ist Peter Mustermann. Können Sie mir bitte weiterhelfen? Wer ist mein Ansprechpartner, wenn ich mich als Personalreferent bewerben möchte?"

Nennt man Ihnen den Namen, lassen Sie ihn sich buchstabieren (!) und sich dann im Anschluss ruhig mit dem Ansprechpartner verbinden. Fragen Sie ihn zunächst, ob er gerade Zeit für Sie hat. Falls er bejaht, fragen Sie ihn, ob er sucht, ob eine Bewerbung Sinn macht und ob er derjenige ist, der später dann auch die Entscheidung über Ihre Einstellung trifft.

Ihr Anschreiben können Sie dann gleich durch ein Bezugnehmen auf das "freundliche Telefonat" und "Ihr Interesse an meiner Bewerbung" eröffnen und haben schon dadurch einen direkten heißen Draht zum Entscheider hergestellt.

Wenn Ihr Telefonat bereits das Ergebnis gebracht hat, dass es ein Interesse an Ihrer Person gibt, kann ein einfaches Anschreiben bereits genügen:

Beispiel

Verstärkung der Führungsmannschaft für den Verantwortungsbereich Vertrieb
 

 
Sehr geehrter Herr Nachname,

ich bedanke mich für das freundliche Telefonat und freue mich über Ihr Interesse an meiner Bewerbung. Die Position als Mitarbeiter XYZ interessiert mich sehr, die von Ihnen beschriebenen Aufgabengebiete im Bereich der XXX klingen sehr spannend und herausfordernd.

[Begründung, warum gerade die XYZ AG am besten durch Sie verstärkt werden sollte]

Im Anhang finden Sie meinen Lebenslauf sowie meine letzten Zeugnisse.
Konnte ich Ihr Interesse wecken? Über eine Nachricht würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Ein Beispiel für ein etwas ausführlicheres Anschreiben:

Verstärkung der Führungsmannschaft für den Verantwortungsbereich Vertrieb
 

 
Sehr geehrter Herr Nachname,

zunächst einmal vielen Dank für das freundliche und offene Gespräch, das wir heute Nachmittag zur Position des "Leiters Vertrieb" geführt haben.
Wie erwähnt, bin ich nach fünf Jahren Vertriebs-Erfahrung im Konsumgüterumfeld bei Beispielfirma 1 und nunmehr Beispielfirma 2 dabei, mich neu zu orientieren. Hierbei konnte ich über Jahre hinweg sowohl erfolgreich Vertriebsstrukturen aufbauen als auch den Kontakt zu Stammkunden nachhaltig festigen. Beispielsweise konnte ich den Umsatz meiner Abteilung in den letzten drei Jahren um gut 55 Prozent steigern. Die Gewinnung dreier wichtiger Key Accounts fällt unmittelbar in meine Verantwortung.
Während meiner Tätigkeit als Sales Officer China konnte ich die Niederlassung der Beispielfirma 1 in Shanghai zum "Vertriebsmotor" des Unternehmens ausbauen (Umsatzsteigerung um gut 75 Prozent). Bei der Zielfirma 1 kann ich somit Vertriebskompetenz speziell im Rahmen Ihres China-Geschäfts einbringen. Aus familiären Gründen kommt für mich nur eine Tätigkeit in Ihrer Zentrale in Frankfurt in Betracht, gleichwohl stehe ich zu 100 Prozent für Reisetätigkeit zur Verfügung.

Gehaltlich liege ich derzeit bei 78.000 EUR fix (bei 13 Monatsgehältern, zzgl. Bonus von 15.000 EUR und Firmenwagen). Meine Kündigungsfrist beträgt 3 Monate zum Monatsende.

Im Anhang erhalten Sie meinen Lebenslauf und Zeugnisse (das von Beispielfirma 2 ist noch in Arbeit und wird nachgereicht).

Für weitere Gespräche stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

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Durck Klicken auf das Download-Symbol können Sie eine Beispiel-Vorlage für ein solches Anschreiben abspeichern.

Auf jeden Fall sollten Sie auch Ihre Rechtschreibung und Zeichensetzung einer genauen Prüfung durch einen Dritten unterziehen lassen, bevor Sie etwas verschicken. Schlechte Formulierungen und/oder Rechtschreibfehler bedeuten zumindest bei Einstiegspositionen fast immer das Aus.




[Druckfassung]
 
Copyright © Reinhard Schinka, Remscheid
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